Textprobe

Prolog

Person 1 (Prometheus):

Was; ihr - die ihr hier versammelt seid, was soll ich Euch berichten, das ihr nicht schon gewusst, geahnt und wieder dem Vergessen preisgegeben hättet.

Ich rede Euch von Tatsachen, Geschehnissen und Beweisen die Euch für einen Augenblick herausreißen aus dem Gewöhnlichen.  Entsetzen! Ein Aufschrei und wieder verstummen.

Seit Urzeiten seid Ihr, der Chor, diejenigen die beobachten, durchleiden, kommentieren und wieder vergessen, die in die Quelle der Mimosyne, des Vergessens, eintauchen um nicht zu zerreißen, nicht zu zerbersten an dem Fraß der Jahrtausende. 

So werdet Ihr weiter sehen und hören, jetzt und Morgen und weiter fort bis sich die Zeiten verlieren im weiten Raum und enden wird unsere Nacht.

Was der Mensch dem Menschen getan, sich selbst im Spiegel der anderen, das wird gewaschen mit Euren Tränen, wie Wäscherin Miele es tagtäglich tausendfach über den Erdball tut. Das wird gewaschen mit Eurem Blut, denn Ihr selber werdet es sein, die Ihr erleiden werdet, wogegen Ihr Euch nicht gewandt, was Ihr nicht gewendet. Denn es soll gewendet werden, was sich gegen den Menschen stellt, gegen die Tiere, gegen die Mutter, Gaia, die uns herausgeschleudert hat aus ihrem übervollen Leib. Lieber will ich sterben als einer von Euch zu sein, der ohnmächtig verharren muss, wie der Träumer der stürzt und stürzt ins Bodenlose und doch niemals den Grund erreicht, der seine Qual beendet.

Wer handelt leidet nicht!

Doch was folgt nach der Tat.

Wen soll ich fürchten.